Ein Bauträger der besonderen Art
Oktober 29th, 2011Folgernder Beitrag hat uns mit der Bitte der Veröffentlichung erreicht.
“Wir hatten uns ursprünglich sehr auf unser neues Haus gefreut, doch dann kam alles anders.
Ein freistehendes Haus in Bochum mit „einzigartigem Fernblick“ wurde uns versprochen, vermittelt von der Fa. „XXX“ aus Essen, einem Herrn H., gebaut von einem Bauträger namens „XXX“ aus Essen und Bochum.
Wir unterschrieben den Bauträgervertrag im November 2009, notariell zugesichert als Einzugstermin wurde uns der 31.07.2010.
Kaum mit dem Bauen angefangen, die ersten krassen Mängel: Im Untergeschoss, das als Wohnraum für den Sohn ausgebaut werden sollte, fehlte ein komplettes Fenster, noch dazu im Betonwandbereich, „das haben wir wohl vergessen“ hieß es lapidar, aber das war erst der Anfang, denn als wir im Sommer 2010 aus dem Urlaub zurück kehrten, trauten wir unseren Augen nicht: Sämtliche Wände im Obergeschoss waren falsch gestellt! Die Verlängerung des Baukörpers war nicht berücksichtigt worden und wieder eine Menge fauler Ausreden.
Um weitere „Überraschungen“ dieser Art zu vermeiden, schalteten wir einen IHK-Sachverständigen für Bauwesen ein, der insgesamt 48 gravierende Mängel fest stellte, von denen „XXX“ nichts wissen wollte: falsche Berechnungen von Deckenhöhe im Kellergeschoss, abenteuerliche Konstruktion einer Garage, die das Fenster des Gäste-WC komplett verdeckt, keine Begehbarkeit des Balkons, da die Abdichtung statt mit der vorgesehenen Höhe von 15 cm nur 1 cm hoch gebaut wurde, sind nur einige der „Highlights“, ach ja, und da waren dann noch die drei Wasserschäden im Haus, der erste durch falsche Geothermiebohrung (hier dauerten die Trocknungsarbeiten ca. 6 Monate, bis der Estrich wieder trocken war), dann der zweite durch ein fehlendes Überlaufrohr an der Heizung und schließlich der dritte Wasserschaden, wo durch die Fenster die braune Lehmbrühe in den Wohnbereich floss, da eine Pumpe im Überlaufbecken trotz mehrfacher Aufforderung durch den Sachverständigen nicht installiert worden war, der Geschäftsführer der XXX GmbH, Herr B., meinte nur in gebrochenem Deutsch: „Wann regnet schon in Deutschland?“
Dann ist da noch der versprochene Einzugstermin, zum 31.07.2010 zugesichert, eingezogen sind wir 8 Monate(!) später und das auch nur mit richterlichem Beschluss, dabei wurden des Nachts 3x die Schlüssel im Schloß unserer Haustür abgebrochen, der Geschäftsführer Herr B. bedrohte uns am Telefon mit den Worten: „Müssen Sie sich warm anziehen!“ und sein Faktotum XXX titulierte den Sachverständigen als „Idiot“ und „Esel“, so etwas nennt man wohl mazedonisch-deutsche Gutsherrenart.
Inzwischen haben die Herren B. und Herr M. zwar Hausverbot erteilt bekommen, jedoch ärgert es uns sehr, dass die Stadt Bochum erst kürzlich weitere Grundstücke direkt neben uns von 4000 qm an XXX GmbH verkauft hat, obwohl wir den Fall dem Stadtdirektor Herrn A. vorgetragen haben, der „sehen wollte, was sich da noch machen ließe“, aber dann doch nichts machte.
Wirklich verwundern kann das allerdings nicht, denn recherchiert man in der biografischen Vergangenheit der handelnden Personen, dann stößt man z.B. auf einen „Haftbefehl des Amtsgerichts Bochum vom 17.04.2007 mit Schuldtitel“ sowie die „Abgabe der eidesstattlichen Versicherung“ des Geschäftsführers der damaligen „Altega Bauservice Gmbh“, eines gewissen Herrn M., oder wie es ein dazu befragter Rechtsanwalt ausdrückte: „Die Karawane zieht weiter..“
Wir jedenfallls sind restlos bedient vom angepriesenen Service der „XXX“ und können vor diesem Bauträger nur warnen.
A. Strohband und M. Schöffel
Bochum, 19.10.11″